| Motorrad-Airbag |
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In mehreren Crashtests haben die DEKRA Unfallforscher nachgewiesen, dass
Auf einer Fachtagung zum Thema ”Airbag" wurden die Möglichkeiten, den
Airbag auch auf dem Motorrad zum Einsatz zu bringen, demonstriert.
Schon Anfang der 80er Jahre wurden vom Institut für Fahrzeugsicherheit
die ersten Erkenntnisse über den Kollisionsablauf gewonnen.
Entscheidend war die Erkenntnis, dass eine Rückhaltefunktion nicht das
primäre Ziel der Entwicklung des Airbags auf dem Motorrad sein darf,
sondern die Beeinflussung der Bewegungsbahn.
Neben den Motorrad-Airbags sind in den letzten Jahren auch spezielle Körper-Airbags entwickelt worden. Deren Problematik liegt in der Auslösezeit und in den begrenzten Wirkmöglichkeiten. Erfolg versprechend sind die Ansätze, Airbags auf Tourenmotorrädern zu montieren, da hier alle Voraussetzungen in Bezug auf richtige Platzierung, Auslösesicherheit und finanzielle Machbarkeit vorzufinden sind.
Crashtest Motorrad gegen Auto
(Quelle: http://www.winterthur.com)
Abbiege- oder Kreuzungskollisionen machen zwei Drittel aller Unfälle zwischen Pkw und Motorrädern aus.
Was bedeutet dies für Motorradlenker und Pkw-Fahrer? Die Winterthur Versicherungen und DEKRA haben diese Unfalltypen in Crashtests genauer untersucht.
Besonders kritisch wirkt sich für Motorradfahrer der Trend zu immer höheren Autos (z.B. Vans und Transporter) aus. Prallt bei einem Abbiegeunfall ein Motorradlenker im stumpfen Winkel in in ein Fahrzeug mit steiler, hoher Front, so schlägt er unmittelbar mit Kopf und Oberkörper auf der Fahrzeugfront auf. Er hat keine Chance, über die Motorhaube hinwegzugleiten, wie dies bei einem Pkw mit niedriger, flacher Front geschehen würde. Steile, hohe Fahrzeugfronten behindern die Flugbahn des Motorradlenkers und erhöhen deshalb dessen Verletzungsrisiko.
Hohe Autos bergen mehr Risiken für Motorradfahrer Eine ähnliche Problematik zeigt sich bei Seitenkollisionen mit hoch gebauten Pkw. Prallt ein Motorradfahrer seitlich in ein derartiges Fahrzeug, wird er mit dem Kopf unmittelbar an der Seitenstruktur oder Dachkante aufschlagen. Bei einem niedrigeren Pkw hätte der Motorradlenker die Chance, mit dem Kopf über den Gefahrenbereich hinaus zu gelangen. Ein Motorradairbag könnte das Verletzungsrisiko des Motorradfahrers mindern. Der Airbag führt dazu, dass der Motorradlenker in die Höhe und damit mit dem Oberkörper aus dem Gefahrenbereich hinaus gehoben wird.
Seitenkollision: Risiko auch für Autoinsassen
Der auf der Anstossseite sitzende Pkw-Passagier ist bei einer Seitenkollision mit einem Motorrad ebenfalls einem nicht zu unterschätzenden Risiko ausgesetzt. Da die Strukturen an der Seite eines Pkw weniger fest sind als am Heck oder an der Front und die Knautschzonen weitgehend fehlen, dringt ein aufprallendes Motorrad stark in das Fahrzeug ein. Insbesondere Kopf und Oberkörper der Autoinsassen sind gefährdet. Seitenairbags können unter Umständen ihr Schutzpotenzial nicht entfalten: Der Auslösemechanismus ist primär auf den Aufprall eines Autos ausgelegt. Das Risiko, dass ein Autoinsasse bei einer Seitenkollision mit einem Motorrad verletzt wir, ist insbesondere bei hohen Pkw mit grossen Fensterflächen hoch: Der Motorradlenker wird nicht über das Fahrzeug hinweg gehoben kann und leicht durch das Glas eindringen.
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